Am Samstag, den 04. Juli während Lena Mekonnen eine äthiopische Kaffeezubereitung zelebriert. Von 9 bis 12 Uhr werde ich aktiv im Weltladen mitarbeiten, Kund:innen beraten und an der Kasse stehen.
Mit dieser Aktion möchte ich die Arbeit des Weltladens unterstützen und ein klares Zeichen für globale Gerechtigkeit und nachhaltigen Konsum. Weltläden arbeiten größtenteils ehrenamtlich und bringen fair gehandelte Produkte von Kleinbäuerinnen und -bauern sowie Handwerkskooperativen aus dem Globalen Süden direkt in die Region. “Fairer Handel ist kein Nischenprojekt, sondern gelebte globale Verantwortung. Wer im Weltladen einkauft, trifft eine bewusste Entscheidung für Solidarität. Als Sozialpolitikerin ist klar: Gerechtigkeit endet NIE an Landesgrenzen. Jeder fair gehandelte Kaffee, jede Tafel Schokolade ist ein Beitrag zu mehr sozialer Gerechtigkeit. Faire Preise sind keine Wohltätigkeit, sondern eine Frage der Würde. Weltläden leisten einen unverzichtbaren Beitrag, um globale Lieferketten gerechter zu gestalten. Das verdient politische Unterstützung und gesellschaftliche Anerkennung. Ich freue mich schon sehr darauf aktiv im Weltladen Vaihingen/Enz anzupacken und mit den Bürger:innen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam die Kaffeezeremonie zu erleben“, erklärt Günter im Vorfeld des Aktionstags.
Das Team des Weltladens blickt dem Tag mit Vorfreude entgegen. „Wir freuen uns sehr über diese prominente Unterstützung“, sagt Viola Sternberger, die Ladenkoordinatorin des Vaihinger Weltladens. „Es ist eine großartige Gelegenheit zu zeigen, dass fairer Handel jede/n Einzelne/n von uns betrifft. Wenn wir vor und hinter der Theke gemeinsam an einem Strang ziehen, verändern wir den Welthandel im Kleinen.“
Vor dem Weltladen erfüllt gleichzeitig der Duft von frisch geröstetem Kaffee und Weihrauch den kleinen Platz. Der Weltladen lädt alle Interessierten, Kaffeeliebhaber:innen und Neugierigen zu einer original äthiopischen Kaffeezeremonie mit Lena Mekonnen ein. Die Veranstaltung verbindet kulturellen Genuss mit der wichtigen Botschaft des Fairen Handels. Äthiopien gilt als die Wiege des Kaffees. Dort ist die Kaffeezeremonie (Buna) weit mehr als bloße Nahrungsaufnahme; sie ist ein tief verwurzeltes Ritual der Gastfreundschaft, der Gemeinschaft und des respektvollen Miteinanders. Im Rahmen der Zeremonie werden die rohen Kaffeebohnen traditionell über offenem Feuer geröstet, im Mörser zerstoßen und in der „Jebena“, dem speziellen Tonkrug, aufgebrüht.
„Wir möchten unseren Gästen nicht nur die reiche Kultur Äthiopiens näherbringen, sondern auch das Bewusstsein dafür schärfen, wo unser Kaffee herkommt und unter welchen Bedingungen er angebaut wird“, erklärt Sternberger.
Während die Kaffeebohnen frisch zubereitet werden und die Gäste in mehreren Runden den aromatischen Kaffee verkosten, erfahren sie Wissenswertes über die Arbeitsbedingungen der Kaffeebäuerinnen und -bauern. Der Faire Handel stellt sicher, dass die Erzeuger gerechte Preise erhalten, die ihre Existenz sichern und ausbeuterische Strukturen verhindern.